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Manual Salome Meca Neu

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Salome Meca 8

Einführung in die Programmteile Mesh, AsterStudy und


ParaVis

Martin Lüttecke, B. Sc.


Fachhochschule Münster
Bürgerkamp 3
48565 Steinfurt

Markus Gilbert, M. Sc.


Fachhochschule Münster
Stegerwaldstraße 39
48565 Steinfurt
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung

2 Vorwort zur Nutzung von Salome Meca

3 Genereller Prozessablauf

4 Prozessbeispiele
4.1 1D-Biegebalken
4.2 Form02 Prüfbeispiel

5 Der Command-File
1 Einführung

Die FEM-Simulation ist ein numerisches Verfahren zur Berechnung von Lösungen bestimmter
physikalischer Disziplinen. Dabei wird ein CAD-Bauteil idealisiert, diskretisiert und anschließend
werden die Gleichungssysteme (meist DGLs), welche das System aus Bauteil und Problemstellung
beschreiben, gelöst. Dies wird genutzt, wenn die zu lösenden Gleichungssysteme zu komplex oder
zu zahlreich werden um sie von Hand zu lösen. Ein weiterer Grund für die Anwendung der FEM-
Simulation ist der Prototypenbau bzw. dessen Optimierung. Früher wurden im Fahrzeugbau
Prototypen gebaut und getestet, wodurch man erkennen konnte, wo Schwachstellen im Konzept
waren oder wo man eventuell das Design optimieren konnte. Heutzutage kann all dies von einem
FEM-Programm übernommen werden. Erst am Ende der Optimierung muss dann ein Prototyp
gebaut werden um die errechneten Lösungen zu validieren. Dass Nutzen einer FEM-Simualtion
kann dementsprechend viel Zeit und auch Geld sparen. Der generelle Weg einer FEM-Analyse sieht
wie folgt aus:

Reales Bauteil → Vereinfachung des Bauteil durch Idealisierung und Diskretisierung


→ Festlegen der Randbedingungen (z.B. Lager und Kräfte) → Aufstellen und Lösen der DGLs
→ Gewinn der gesuchten Erkenntnisse

Inzwischen gibt es zahlreiche Branchen, welche die FEM-Simulation nutzen, wie z.B. Die
Automobilindustrie, die Lauf und Raumfahrt, die Medizintechnik und die Grundlagenforschung.
Auch wenn in diesem Manual ausschließlich mechanische Probleme simuliert werden, sind die
Bereiche der FEM deutlich vielzähliger und Simulationen werden neben der Statik auch für
Fluiddynamik, Magnetismus, Thermostatik und -dynamik etc. genutzt.

Dabei erfolgt für den Nutzer in drei Schritten:

1. Schritt „Preprozessor“: Das Erstellen eines Bauteils mittels CAD-Software und das Diskretisieren
dieses Bauteils in kleine Segmente, dem sogenannten Mesh.

2. Schritt „Solver“: nach Erstellung des Meshs und der Festlegung der Randbedingungen löst der
Rechner die DGLs.

3. Schritt „Postprozessor“: Die Ergebnisse werden im Postprozessor – im Rahmen des Manuals


„ParaVis“ - angezeigt.
2 Vorwort zur Nutzung von Salome Meca

Salome Meca ist ein grafisches Interface für das FEM-Tool namens CodeAster. Daher erscheinen
manche Wege anfangs umständlich, ergeben jedoch Sinn, wenn der generelle Weg erst einmal
verstanden wurde. Alles was im Modul namens AsterStudy eingestellt wird, dient einzig dazu, dass
im Hintergrund ein Command-file geschrieben wird, wodurch CodeAster die FEM-Analyse
durchführen kann. Dieser Command-file kann auch separat geöffnet, gelesen und geändert werden
(Siehe Kap XX).

Daher werden die meisten CodeAster Beispiele als Textdatei im Internet angegeben, da sie
ausschließlich den Inhalt des Command-files enthalten. Mit einiger Eingewöhnung kann dieser file
aber problemfrei gelesen und nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Es gibt zwei kleinere
Komplikationen, welche im Umgang mit Salome Meca stets zu beachten sind.

1: Salome Meca ist eine einheitenlose FEM-Software. Dies bedeutet für den Nutzer, dass er stets
eine konsistente Wahl der Zahlen treffen muss, wenn er Daten eingibt. Dies bedeutet, dass bei der
Verwendung von
Metern als Längeneinheit, das E-Modul in Pa angegeben werden muss. Die resultierende
Spannung wird in Pa ausgegeben.
Millimetern als Längeneinheit, das E-Modul in MPa angegeben werden muss. Die
resultierende Spannung wird in MPa ausgegeben.
Die Kraft muss unabhängig von der gewählten Längeneinheit stets in Newton angegeben werden.

2: Salome Meca/CodeAster ist eine Software, welche von französischen Entwicklern erstellt wurde,
wodurch noch viele Wörter in Salome Meca französisch sind und der Inhalt des Command-files
nahezu ausschließlich in französischer Sprache ist. Die Wörter und Abkürzungen, welche am
meisten verwendet werden sind in der unten stehenden Tabelle jedoch schon einmal in deutsche
Sprache übersetzt.

CARA → caractéristique physique → die phys. Eigenschaft


MAIL → le maillage → die Vernetzung (Mesh)
POU → la poutre → der Balken
CHAR → la charge → die Last
AFFE → l'affectation → die Zuordnung
CHAM → le champ → das Feld
mater → le matériau → das Material
BC → die Randbedingung
Liaision → die Verbindung
encastre → eingebaut (fixiert)
tout → ganz (komplett)
3 Genereller Prozessablauf

Dieses Manual befasst sich mit dem Prozess der FEM-Analyse und wird nicht auf die Konstruktion
eines Modells eingehen. Die Beschreibung des Prozesses beginnt also mit dem Vernetzen des
Modells (Mesh-Modul), gefolgt von der Festlegung der Studienparameter (AsterStudy-Modul) und
endet mit dem Anzeigen der Ergebnisse mittels ParaVis-Modul. Bei der Bedienung der einzelnen
Module werden häufig Funktionen genutzt, welche in tieferen Instanzen von Reitern zu finden sind.
Um den gewählten Weg zu zeigen, wird dieser in eckigen Klammern gesetzt. Beispielhaft bedeutet
also

[New Entity → Basic → 2D Sketch]

die im Bild gezeigte Auswahl.

Abbildung 1: Beispielhafte Auswahl eines Arbeitspunktes zu Erklärung der


oben gezeigten Schreibweise

Als erster Schritt wird das Mesh-Modul genutzt um das vorher erstellte geometrische Modell zu
vernetzen. Dies bedeutet, dass ein Netz (das Mesh) beliebig fein um das Modell gespannt wird, da
die FEM-Analyse mit diesem Mesh rechnet. Es ist also essentiell erst das Mesh zu erstellen Im
Laufe dieses Prozessschrittes werden sogenannte Mesh-Gruppen erstellt, welche separat anwählbare
Teile des Gesamtnetzes sind und gebraucht werden um sie als Lasten oder Lager zu definieren. Mit
diesen Meshgruppen und der Definition von Materialeigenschaften können dann die Rechnungen
durchgeführt werden, sobald eingestellt wurde, welche Art der FEM-Analyse gewünscht ist. Wie
auf der vorigen Seite angegeben, wird dieses Manual einzig Beispiele für mechanische Probleme
zeigen und andere Disziplinen der Physik nicht berücksichtigen.

Sobald der Solver die DGLs. Gelöst hat, können diese dann im ParaVis-Modul geöffnet werden.
Dort können mit wenigen Klicks die Spannungen, Verformungen etc. farblich dargestellt und eine
quantitative Aussage über diese Eigenschaften getroffen werden.
4 Prozessbeipsiele

In diesem Kapitel sollen die grundlegenden Funktionen und das Handling von Salome Meca 8
erklärt werden. Dazu dient einerseits ein Biegebalken zur generellen Einführung und anderseits ein
komplexeres Bauteil um auch ein mechanisch relevantes Beispiel zu haben, um dieses an die
benötigte Komplexität der eigenen Bedürfnisse anzupassen.

4.1 1D-Biegebalken

Der eindimensionale Biegebalken dient als erstes Beispiel, da es ohne komplexe Geometrie
auskommt und somit die Bedienung und das allgemeine Vorgehen bei Salome Meca 8 gut erklärt
und verstanden werden kann.

Als Erstes wird das Mesh-Modul geöffnet, da der fertig erstellte Biegebalken (in diesem Beispiel
mit einer Länge von 500 mm) vernetzt werden muss. Dazu wird ein neues Mesh mittels

[Mesh → create Mesh]

erzeugt werden. Im nun öffnenden Fenster namens „create Mesh“(siehe Bild) können die Parameter
für die Einstellung des Meshs getroffen werden. Zu Anfang wird der
vorher erzeugte Biegebalken als Geometrie
ausgewählt, woraufhin alle Reiter bis auf 1D und 0D
ausgegraut werden, da der Balken nur
eindimensional ist. Es stehen unterschiedliche
Algorithmen zur Verfügung, von welchen „Wire
Discretisation“ gewählt wird um den Balken in
Abschnitte zu unterteilen. Darauf folgend muss noch
eine Hypothese zur Diskretisierung gewählt werden.
Hierfür bietet sich „Number of Segments“ an, um
festzulegen, wie viele Abschnitte der Balken haben
soll. Die Anzahl der Segmente wird auf 10 festgelegt,
womit jedes Segment 50 mm lang ist. Sobald auf
„Apply and Close“ gedrückt wird, ist die Einstellung
für das Mesh abgeschlossen. Dadurch erscheint im
Abbildung 2: Arbeitsfenster des "create Objekt-Browser ein neuer Eintrag namens Mesh,
Mesh" Menüs welche als Unterpunkte die Hypothese, den
Algorithmus und das eigentliche Mesh hat. Bevor das
Mesh genutzt werden kann, muss es jedoch noch berechnet werden. Dafür wird der Eintrag
„Mesh_1“ mit der rechten Maustaste angeklickt und der Punkt „compute“ gewählt. Dadurch wird
das Mesh berechnet und es wird eine Übersicht angezeigt, wie viele Knoten, Kanten, Flächen etc.
erzeugt wurden. In diesem Beispiel kann nachgelesen werden, dass insgesamt zehn Edges (Kanten;
also Segmente) und elf Nodes (Knotenpunkte) erstellt wurden. Damit ist die Diskretisierung des
Modells abgeschlossen. Als nächster Punkt müssen Gruppen von Meshs („Mesh Groups“) erstellt
werden, damit diese später genutzt werden können um auf sie Kräfte aufzubringen oder sie als
Lager zu verwenden.

Zur Erstellung einer Mesh Group wählt man

[Mesh → Create Group]

woraufhin sich ein neues Fenster öffnet, welche auf der folgenden Seite zu sehen ist.
Im oberen Teil wird das gewählte Mesh angezeigt,
darunter kann man die Dimension der Mesh Group
wählen. Node wird als Elementtyp genutzt und die
Gruppe in „Lager“ um genannt, da diese Gruppe
später für die Fixierung des Bauteils genutzt
werden soll. Der Group type bleibt unverändert und
als Content wird „enable manual edition“
angeklickt. Daraufhin wird im Mesh Modul der
linke Knoten angewählt (befindet sich im
Koordinatenursprung) und auf „Add“ geklickt.
Dadurch erscheint der knoten 1 in der „Element
IDs“ Liste, woraufhin man auf Apply klicken kann
um die erste Mesh Group zu erstellen. Dasselbe
Vorgehen wird genutzt um die Last zu definieren.
Dafür benennt man die Gruppe in „Last“ um, wählt
den Knoten ganz rechts und bestätigt mit Apply.
Der Knoten sollte die ID 2 haben. Zum Schluss der
Gruppenerstellung wird noch eine Gruppe namens Abbildung 3: Arbeitsfenster des "create
„komplett“ erstellt. Diese hat als Elementtyp group" Menüs
jedoch „Edge“ und die Auswahl der Elemente lässt
sich vereinfachen, indem als Content „Select All“ gewählt wird. Diese „komplett“-Gruppe wird für
die spätere FEM-Analyse benötigt. Nachdem das Fenster geschlossen wird, könne die neu erstellten
Gruppen im Objektbrowser unter dem Punkt Mesh_1 erkannt werden. Damit sind die Arbeiten im
Mesh-Modul abgeschlossen und das Modul „Aster-Study“ kann geöffnet werden.

In diesem Modul werden die Parameter über die im Bild unter 1 dargestellten Reiter ausgewählt
und die Einstellung im Bereich 2 vorgenommen. In diesem Modul können alle gewählten Werte
stets unten links im Informationsfenster nachgelesen werden.

Abbildung 4: Arbeitsoberfläche des "Aster-Study" Moduls. Punkt 1 zeigt die Reiter der einzelnen zu
bearbeitenden Unterpunkte. 2 zeigt das Fenster um die einzelnen Unterpunkte zu bearbeiten.

Damit die Reiter nicht mehr ausgegraut sind, muss erst als eine neue Prüfung eröffnet werden,
indem auf Case_1 rechtsgeklickt wird und „Add Stage“ gewählt wird. Diese neue „Stage“ kann nun
mit Parametern gefüllt werden um die gewünschte Art von FEM-Analyse durchzuführen. Generell
lassen sich die Reiter von links nach rechts „abarbeiten“, wodurch sichergestellt wird, dass alles
Notwendige für die Analyse definiert wird. Dementsprechend wird als erstes

[Mesh → Read a Mesh]

gewählt um das erstellte Mesh in das AsterStudy-Modul zu laden. Für die Mesh file location wird
„Mesh_1“ gewählt und das Mesh file format als „Med“ definiert.
Damit ist der Reiter „Mesh“ abgearbeitet und als nächstes wird

[Model Definition → Assign finite element]

gewählt.

Hierbei wird nun die Art der Prüfung definiert


werden. Es wird „finite element assignment“
angeklickt und ein neues item gewählt. Dadurch
springt das Menü in ein neues Untermenü, wo
„everywhere“ angeklickt werden muss und als
Phänomen wird „Mechanic“ gewählt wodurch
entschieden ist, dass die folgende Prüfung sich mit
mechanischen Problemen beschäftigen wird. Bei
Modelisation wird ein neues item erstellt und aus
der Liste „POU_D_E“ gewählt. Dieser Name steht
dafür, dass es sich um einen Balken handelt
(französisch poutre= Balken), mit speziellen
Annahmen, welche hier nicht weiter besprochen
werden. Damit ist die Einstellung für das „finite
element assignment“ beendet und es kann

[Model Definition → AFFE_CARA_ELEM]

geklickt werden um den Querschnitt zu definieren.


Dies ist nur bei diesem Beispiel notwendig und
kann bei dreidimensionalen Modellen außer Acht
gelassen werden. Im Menü wird POUTRE
angeklickt und beim item wird als Section „cercle“
gewählt und bestätigt. Diese Auswahl bestimmt den Abbildung 5: zu treffende EInstellung der
Querschnitt als Kreis, da cercle im französischen Elementeigenschaften im
Kreis bedeutet. Darauf folgend muss „Group of Bearbeitungsfenster
elements“ ausgewählt werden und als Gruppe wählt
man „komplett“ („komplett“ ist dievorher erstellte Mesh Group). Dieser Schritt ist nötig um den
kompletten Balken mit kreisrunder Geometrie zu versehen. CARA (CARA=Eigenschaft) wird auf
R und Value auf 10 mm gestellt, was bedeutet, dass Eigenschaft [0] den Radius beschreibt und
Value [0] den quantitativen Wert dafür enthält.

Als nächster Punkt wird

[Material → Define a material]

gewählt um ein Material zu erstellen, welches verwendet werden soll. Unter Name wird das
Material mit „Stahl“ bezeichnet und der Haken bei „linear isotropic“ gesetzt wird. Nach Anklicken
von edit, öffnet dich ein neues Menü in dem bei Young's Module (also dem E-Modul) 210000
eingegeben wird und die Poisson's ratio (Poisson Zahl) als 0.3 definiert wird. Durch Bestätigen
dieser Eingaben ist auch dieser Punkt abgeschlossen. Nun muss dem Modell das erstellte Material
zugewiesen werden. Dazu wird

[Material → Assign a material]

gewählt und „Model“ angeklickt, damit das geometrisch erstellte Modell ein Material zugewiesen
bekommt. Ein neues item wird bei „Material assignment“ erstellt, indem „everywhere“ angeklickt
wird und bei Material das item [0] als „Stahl“ definiert wird. Somit ist der Reiter „Material“
abgeschlossen und in diesem Beispiel muss der Reiter „Functions and Lists“ nicht bearbeitet
werden.

Als nächster Reiter wird „BC and Load“ genutzt, indem als erstes

[BC and Load → Assign mechanical load]

gewählt wird. Mit diesem Menüpunkt können sowohl lasten als auch Lager definiert werden. Daher
wird der Name im Menü zu „Fixpunkt“ umbenannt. Als Punkt wird Enforce DOF angewählt und
ein neues item erstellt. In diesem Menü wählt man oben bei Group of Node „Lager“ aus und unten
klickt man LIASON → ENCASTRE an. Damit wird der gewählte Punkt in jeder Richtung fixiert
sein.Zur Erstellung der Kraft wird wieder

[BC and Load → Assign mechanical load]

gewählt, der Name in Kraft geändert und der Haken bei FORCE_NODALE gesetzt. Bei Erstellung
des items wird nun bei Group of Node „Last“ gewählt und FZ mit -100 definiert, damit die Kraft
von 100 N nach unten gerichtet ist. Der nächste zu behandelnde Reiter ist „Analysis“. Dazu wird

[Analysis → Static mechanical analysis]

gewählt, Material field und Structural element characteristic angeklickt und als Load die eben
erstellten „Fixpunkt“ und „Kraft“ angewählt.

Als letzter Reiter wird in diesem


Beispiel noch „output“ bearbeitet
werden. Zunächst wird

[Output → Set output results]


Abbildung 6: Beispielhafter Name der zu speichernden
angeklickt. Dann muss bei „Result
Datei.
file location“ der Speicherort, sowie
der Dateiname eingegeben
werden.Dabei ist zu beachten, dassdas Format
„Name.resu.med“ seinsollte, damit ParaVis später die
Ergebnisse einlesen kann. Im Bild oben ist das Format zu
erkennen. Nach Eingabe wird Format als Med eingestellt
und ein neues item bei Results erstellt.
Im neuen Menüfenster wird Result angeklickt und
„reslin(MECA_STATIQUE)“ ausgewählt. Nach
Bestätigung der Menüs ist die Arbeit im AsterStudy-
Modul beendet.

Nun muss die Simulation gestartet werden., Dafür


wird von der Case View in die History View
gewechselt, welche im Bild rechts, oben links zu
sehen ist. In der History View wird Case_1
angeklickt, Stage_1 aktiviert, der Haken bei Reusable
gedrückt gelassen und schlussendlich ganz unten auf Abbildung 7: Vollständig ausgefüllter
Run gedrückt. Nach nochmaliger Bestätigung, dass Baum des Case View zur Erstellung
des Lastenbeispiels
die Simulation gestartet werden soll, wird die
Analyse durchgeführt, welche abgeschlossen ist,
sobald im rechten Fenster RunCase_1 grün
leuchtet. Danach wird der Reiter „Data Files“ im
Case View geöffnet (siehe Bild rechts). Dort kann
nun auf die resu.med Datei rechtsgeklickt werden
um die Ergebnisse in ParaVis anzeigen zu lassen,
wie im Bild unten gezeigt.

Abbildung 8: Auswahl damit die errechneten


Ergebnisse in ParaVis dargestellt werden.

Das ParaVis-Modul ist ähnlich aufgebaut, wie die anderen Module auch. Rechts ist die grafische
Darstellung der Geometrie zu sehen und auf der linken Seite sind unterschiedliche Menüs. Im
obigen Pipeline Browser sind die durchgeführten Analysen sichtbar, wie im linken Bild dargestellt.
In diesem Beispiel beschränkt sich die Auswahl einzig auf den MEDReader1. Über dem Browser ist
rechts eine Dropdown-Liste erkennbar, welche das Modell nach bestimmten Gesichtspunkten
einfärbt. Standardmäßig ist das Modell weiß, es kann jedoch die Verformung des Biegebalkens
farbig dargestellt werden, indem in der Dropdown-Liste „reslin_DEPL“ gewählt wird. Des Weiteren
kann die Verformung auch grafisch dargestellt werden, indem in den Properties (siehe rechtes Bild)
„generateVectors“ aktiviert wird und anschließend dies anschließend mit Apply bestätigt wird.
Dadurch entsteht in der Dropdown-Liste ein neuer Eintrag namens „reslin_DEPL_Vector“, welcher
nach Auswahl die verformte Geometrie darstellt.

Abbildung 9: Pipeline Browser zur


Auswahl der durchgeführten Analysen
Im unteren Bild ist die farbliche Darstellung der Verformung zu sehen.

Abbildung 10: Erzeugtes grafisches Ergebnis der Biegebalken-Analyse. Die Färbung gibt die
Verformung gemäß der Legende an

Wenn man die Verformung eines Biegebalkens in Abhängigkeit der Länge, Kraft, Querschnitt und
E-Modul errechnet, so werden die 2,526 mm Verschiebung bestätigt.
4.2 Form02 Prüfbeispiel

Salome Meca enthält sehr viele herunter-ladbare Prüfbeispiele, welche genutzt werden um die
Rechnungen des eigenen PCs zu überprüfen. Eines dieser Beispiele soll hier genutzt werden um zu
zeigen, wie man diese lädt und nutzt. Damit lassen sich die meisten Fragestellungen beantworten,
da die Anzahl der Prüfbeispiele immens ist. Zu erreichen sind diese Beispiele über die CodeAster
Homepage. Der Link zu den Beispielen: https://www.code-aster.org/spip.php?rubrique19

Dort kann die gewünschte CodeAster Version gewählt werden und anschließend können unter
Validation die Beispiele eingesehen werden. Wichtig ist, dass der Namenscode der einzelnen
Beispiele gebraucht wird, um diese auf den PC zu laden. Dazu wählt man die History View aus und
tippt anschließend den Namenscode (z.B. forma02a) ein. Das zusätzliche „a“ bei der
Namenseingabe kommt daher, dass das Beispiel mehrere Versionen hat, welche mit Buchstaben
durch gezählt werden. Die unterschiedlichen Versionen können mittels einem Klick auf das
Prüfbeispiel auf der Homepage eingesehen werden.

Die finale Version dieses Manuals wird eine ausführliche Beschreibung des Beispiels beinhalten,
wodurch man in der Lage sein wird um auch die restlichen verfügbaren Beispiele zu laden, zu
ändern und mittels ParaVis zu visualisieren.
5 Der Command file

Wie in Kapitel 2 beschrieben, ist


Salome Meca nur ein grafisches
Interface für die textbasierte
Software namens CodeAster. Daher
schreibt Salome Meca alle Befehle,
welche ihm erteilt werden in die
Command Datei. Diese Datei lässt
sich separat öffnen und bearbeiten,
wodurch die Simulation den eigenen
Wünschen angepasst werden kann,
ohne Salome Meca zu benutzen.

Um die Datei öfnen zu können, muss


sie vorher aus dem Salome Meca
Projekt exportiert werden. Dazu wird
im AsterStudy-Modul auf die
gewünschte Stage rechtsgeklickt,
welche die zu verändernde Studie hat
und dann „Export Command File“ Abbildung 11: Durch Auswahl von Stage 1 und
ausgewählt (siehe Bild rechts). anschließendem Anklicken des "Export Command File"
Dadurch kann die gesamte Command Befehls erhält man den Command-File der durchgeführten
Datei gespeichert und separat Biegebalken-Analyse
geöffnet werden.

Beispielhaft wird hier die Command Datei aus dem Beispiel des Kapitels 4.1 geöffnet, da das
Beispiel eine vergleichsweise leichte Command Datei darstellt.

Auf der folgenden Seite ist der Inhalt der Command Datei gezeigt, welche mittels eines Texteditors
geöffnet wurde. Im Folgendem werden die einzelnen Einträge der Datei besprochen um das
Grundverständnis für CodeAster weiter zu vertiefen.
Abbildung 12: Inhalt der exportierten Command Datei der Biegebalken-Analyse aus Kapitel 4.1

Zeile 1: DEBUT() markiert den Beginn der Datei


Zeile 3: „mesh“ wird als der Name des erstellten Meshs definiert, welches im Format „med“
gespeichert wird.
Zeilen 5-8: DasAnalysemodell wird definiert. Die Zuordnung des Meshs wird als Balken
definiert (POU_D_E) und als mechanisches Modell definiert. Als Mesh wird das
Netz namens „mesh“ (Zeile 3) verwendet.
Zeilen 10-15: Die Eigenschaften der Elemente wird der Definition „elemprop“ zugeordnet. Das
Modell „model“ (Zeilen 5-8) wird genutzt. Der Balken hat einen Durchmesser von
10, besitzt einen kreisrunden Querschnitt und wird aus der Mesh-Gruppe „komplett“
gebildet.
Zeile 17: „Stahl“ wird als verfügbares Material definiert. Die Poisson-Zahl beträgt 0,3 und das
E-Modul erhält den Wert 210000.
Zeilen 19-21: Das Material „Stahl“ (Zeile 17) wird dem Mesh und dem Modell „model“
(Zeilen 5-8)vollständig zugeordnet.
Zeilen 23-25: Die Randbedingung „Fixpunkt“ wird definiert. Sie besteht aus der Knotengruppe
„links“ und ist in allen Dimensionen festgesetzt.
Zeilen27-29: Die Randbedingung „Last“ wird definiert. Sie besteht aus der Knotengruppe „rechts“
und ist übt eine Kraft von -100 in Z-Richtung aus.
Zeilen 31-36: Die Analyse wird definiert. Die Eigenschaften der zu analysierenden Elemente ist
„elemprop“ (Zeilen 10-15), das zu nutzende Material ist „fieldmat“ (Zeilen 19-21),
die zu nutzenden Randbedingungen sind „Last“ und „Fixpunkt“ (Zeilen 23-29) und
das Modell ist „model“ (Zeilen 5-8).
Zeile 38: Das Resultat wird im Format med gespeichert und die Daten, welche analysiert
werden sollen, sind im Bereich „reslin“ zu finden (Zeilen 31-36).
Zeile 40: FIN() beendet die CoadeAster Command Datei.

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